Reiseübelkeit: Das hilft

Eine Frau mittleren Alters trinkt ein Glas Wasser
Ein Kleinkind im Freien, welches schielend nach oben schaut

Hinweis: Diese Informationen beziehen sich auf Reiseübelkeit bei Erwachsenen und Kindern ab 10 Jahren. Ist ihr jüngeres Kind von Reiseübelkeit betroffen, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt/Ihre Kinderärztin.

Ein Bild von verschiedenen Teesorten auf Edelstahllöffeln über einer weißen Tischdecke

Bei leichten Symptomen steht Ihnen eine Vielzahl an Hausmitteln zu Verfügung. Häufig wird das Kauen von Ingwer empfohlen – sowohl bei Symptomen als auch präventiv, beginnend wenige Tage vor der Reise. Präparate mit Ingwer existieren ebenso. Auch Kräutertees wie Fenchel-Anis-Kümmel oder Kamille können helfen. Pfefferminzöl können Sie als Aromatherapie einsetzen, aber auch in wenigen Tropfen stark verdünnt mit Wasser einnehmen.

Sogar für das Smartphone gibt es mittlerweile praktische, je nach Modell vorinstallierte Hilfe. Unter der Funktion „Bewegungshinweise“ bzw. „Fahrzeug-Bewegungshinweise“ erscheinen am linken und rechten Bildschirmrand blaue Punkte, die sich mit der Bewegung und Geschwindigkeit des Autos, Zugs etc. mitbewegen. Für Smartphone-Modelle, die diese Funktion nicht vorinstalliert haben, gibt es zahlreiche, auch kostenfreie Apps.

Medizinische Behandlung von Reiseübelkeit

Zur medizinischen Behandlung von Reiseübelkeit stehen Tabletten, Saft, Zäpfchen oder transdermale Pflaster zur Verfügung. Die Wirkstoffe können sowohl frei verkäuflich als auch verschreibungspflichtig sein.

Die Gabe von Tabletten oder Arzneisaft kann schwierig sein, da sie bei Erbrechen nicht zuverlässig im Körper verbleiben würden und so ihre volle Wirkung nicht entfalten können. Eine Alternative kann ein Pflaster darstellen, das seinen Wirkstoff über die Haut abgibt. Das entlastet den gereizten Magen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Behandlungsformen

Hausmittel

Pro: Leicht verfügbar, kostengünstig. Nebenwirkungen gering (außer bei Unverträglichkeit)

Contra: Meist weniger Wirkevidenz als bei pharmazeutischen Produkten

Tabletten

Pro: Einfache, meist bekannte Einnahmeform, schneller Wirkmechanismus

Contra: Kann bei starkem Erbrechen ggf. nicht lange genug im Magen verbleiben

Arzneisaft

Pro: Ähnlich wie bei Tabletten, zusätzlich bei Schluckbeschwerden einfacher einzunehmen

Contra: Kann bei starkem Erbrechen ggf. nicht lange genug im Magen verbleiben. Geschmack kann ggf. empfindlichen Magen reizen

Zäpfchen

Pro: Schneller Wirkmechanismus, unproblematisch  bei Erbrechen

Contra: Darreichungsform ist für manche Menschen schwierig und/oder unangenehm

Pflaster

Pro: Langfristige, präventive Wirkung, unproblematisch bei Erbrechen. Kann diskret platziert werden

Contra: Erfordert Vorausplanung, Darreichungsform für manche Menschen ungewohnt