FAQs: Häufig gestellte Fragen
Wichtig: Diese Seite ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn Sie ein Medikament nicht vertragen oder besorgniserregende Symptome bei sich oder anderen beobachten, suchen Sie umgehend professionelle medizinische Hilfe.
1. Was ist Reiseübelkeit und wie entsteht sie?
Reiseübelkeit ist eine Form von Übelkeit, die bei Bewegungen im Auto, Flugzeug oder Schiff auftreten kann. Sie entsteht durch widersprüchliche Signale von Augen, Gleichgewichtsorgan und Körperwahrnehmung, die das Gehirn verwirren. Bei manchen Menschen zeigt sie sich besonders stark oder dauerhaft und lässt sich selbst mit frei verkäuflichen Medikamenten oder einfachen Strategien nur schwer lindern.
2. Welche Symptome treten bei Reiseübelkeit auf?
Reiseübelkeit kann beim Auto-, Zug-, Flug- oder Schiffreisen unter anderem Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Blässe, Kopfschmerzen, kalten Schweiß oder Müdigkeit hervorrufen. Manche Betroffene berichten zudem über Konzentrationsprobleme oder ein allgemeines Krankheitsgefühl.
3. Warum sind Frauen und Kinder häufiger betroffen als Männer?
Frauen sind häufiger von Reiseübelkeit betroffen, weil hormonelle Schwankungen – zum Beispiel während der Menstruation oder Schwangerschaft – die Anfälligkeit erhöhen. Kinder haben ein besonders empfindliches und noch nicht vollständig entwickeltes Gleichgewichtsorgan, weshalb sie Sinneskonflikte bei Bewegungen stärker wahrnehmen und deshalb ebenfalls öfter leiden.
4. In welchen Verkehrsmitteln tritt Reiseübelkeit häufig auf?
Reiseübelkeit tritt besonders häufig in Bussen auf, gefolgt von Autos, Schiffen und Flugzeugen. Am stärksten betroffen sind Menschen bei kurvenreichen Busfahrten oder bei Seegang auf Schiffen, da die widersprüchlichen Bewegungsreize am intensivsten wahrgenommen werden.
5. Ich leide unter starker Reiseübelkeit - was hilft mir?
Bei starker Reiseübelkeit können ärztlich verordnete Medikamente, Ruhepausen, frische Luft oder der Blick nach vorn helfen, die Symptome zu lindern. Manchmal hilft es auch, sich auszustrecken und ggf. zu schlafen.
6. An welchen Arzt oder welche Ärztin kann ich mich wenden, wenn ich unter Reiseübelkeit leide?
Bei regelmäßiger oder starker Reiseübelkeit ist zunächst der Hausarzt/die Hausärztin der richtige Ansprechpartner, der Ursachen abklärt und eine Therapie einleitet.
Je nach Symptomen kann eine Überweisung an einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt/eine Hals-Nasen-Ohren-Ärztin, Neurologen/Neurologin oder Kinderarzt/Kinderärztin erfolgen, während reisemedizinische Beratungsstellen bei wiederkehrender oder längerer Reiseübelkeit zusätzliche Unterstützung bieten.
7. Ich vertrage ein bestimmtes Medikament gegen Reiseübelkeit nicht
Sind die Auslöser der Reiseübelkeit unvermeidlich, wenden Sie sich unbedingt an eine Fachärztin oder einen Facharzt, um Alternativen zu besprechen. Eine erste Anlaufstelle kann die Hotline 116 117 sein.
8. Die Reiseübelkeit wirkt sich auf meine Psyche aus, ich brauche Hilfe
Bei akuten psychischen Krisen sind die bundesweiten Hotlines der Telefonseelsorge (0800/111 0111 oder 0800/111 0222) und in schweren Fällen der Notruf 112 oder 110 die wichtigsten Anlaufstellen. Für Kinder und Jugendliche ist die Nummer gegen Kummer (116 111) eine gute Option. Suchen Sie sofort Hilfe, da professionelle Unterstützung in Notfällen entscheidend ist.
9. Ich oder eine andere Person leiden unter starken Symptomen - ist das ein Notfall?
Grundsätzlich: Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Symptome oder die einer anderen Person akut gefährlich sind, sollten Sie sich immer an eine Ärztin oder einen Arzt wenden. Symptome von Reiseübelkeit, die auf einen akuten Notfall hinweisen, sind starke und anhaltende neurologische Auffälligkeiten wie fokale Schwäche, Seh- oder Sprachstörungen sowie sehr starke Kopfschmerzen.
Auch deutliche Anzeichen von Dehydrierung durch langandauerndes Erbrechen, hohes Fieber oder galliges/blutiges Erbrechen sollten umgehend ärztlich abgeklärt werden. Suchen Sie in solchen Fällen sofort einen Arzt auf oder wählen den Notruf 112.